22.07.2011, 11:10
Good weather and small accidents
Vom Wetterglück und von Missgeschicken
Gestern Abend erreichte Michael gegen 22 h die Ortsgrenze von Bozen.
Florian machte sich darauf hin schnell auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz, an welchem das Übernachten mit dem Bus zu mindest geduldet wird und welcher für Michael bis zur Nachtruhe um 23 h erreichbar war. Letztlich fand Florian einen passenden Platz und sprintete Michael an Seite des Wettkampfkollegen Thomas de Dorlodot (BEL) durch finstere Gassen in Bozen zum Schlafplatz.
Die kurzen Nächte machen sich mittlerweile bemerkbar, trotzdem brach Michael heute morgen zeitig auf den Weg. Momentan erklimmt er den Berg überhalb der Ortschaft Tirolo, welche nördlich von Bozen liegt. Von dort fliegt er hoffentlich dem nächsten Wendepunkt wieder ein großes Stück entgegen. Glücklicherweise sind Wetter und Termik heute bis jetzt wieder mehr als ideal.
X-Alps Fauxpas
Bei den X-Alps 2005 stellte Michael das nicht zugeschraubte Massageöl in das Lüftungsgitter des Sponsorfahrzeugs … Unglücklicherweise liefen daraufhin ein halber Liter Lavendelöl in die Lüftung. Zumindest war in diesem Jahr der Bus in feinsten Lavendelduft getaucht.
Ebenfalls 2005 gab Michael an Supporter Florian seine Standpunkt-Koordinaten durch, damit ihm Florian lange Flugkleidung bringen kann. Florian checkt die Koordinaten und sieht, dass er nur ca. 500m von Michael entfernt ist. Schnell rennt Florian mit Michael Kleidung zielstrebig los. Nach kurzer Zeit ruft Michael an „Wo bist du?“, Florian „Ich müsste gleich da sein.“, Michael „Ich sehe dich nicht, ich bin auf einer großen Wiese“, Florian „Ich bin in einem Wald…“. Auf einmal steht Florian vor einer tiefen Schlucht, welche ihn von Michael trennt. Leider hatte keiner von beiden die Lage auf der Karte gecheckt und so musste Michael mit kurzen Klamotten fliegen, brr… kalt!
Vorgestern regnete es sehr viel. Während einer kurzen Pause nahm Florian Michael den Rucksack ab und sah dass im Regenschutz sich eine komplette Pfütze gebildetet hat, diese war allerdings nicht Regen sondern gelb … Der Camelbak (Trinkbeutel mit Schlauch) ist ausgelaufen und der Inhalt einmal durch den kompletten Rucksack (auch Schirm) gelaufen.
Wenn euch das noch nicht genug war, hier der aktuelle Fauxpas von gestern nur für Hartgesottene:
Wie ihr wisst hatte Michael gestern einen sehr langen Flug, gerade in diesen Höhenlagen braucht der Körper viel Flüssigkeit. Diese muss ja nicht nur rein, sondern irgendwann auch wieder raus. Dies Lösen Paraglider ganz einfach mit einem „Urinal-Kondom“. Diese ist über einen Schlauch mit einem Auffangbehälter verbunden. Im Normalfall eine saubere Sache …
Als gestern Florian Michael nach dem Flug antraf und um seine Flugklamotten entgegen zunehmen, war Michael etwas bedächtig. Es geschah das Missgeschick des Jahres: Während dem Fliegen entstand ein Knick im Schlauch und zu erst durchströmte Michael ein wärmendes Gefühl, welches allerdings in 2500m Höhe bei 5 Grad schnell zu einem kalten und naßen Gefühl wurde. Was passiert ist kann sich jeder denken, Florian hat nun die tolle Aufgabe diese „nassen“ Klamotten im Bus zutrocknen. Michael, wie war 2005 mit dem Lavendelöl und dem Lüftungsgitter, wäre jetzt vielleicht für Florians Nase entspannend …
-- ENGLISH --
When Michael arrived near Bozano around 10pm, Florian quickly organized a location, where they could spend the night. After a short sprint through the dark streets of Bozano, Michael and Thomas de Dorlodot (BEL) got there before 11pm.
Even if he starts to suffer from the lack of sleep, Michael set out early this morning. He's climbing the mountain above Tirolo (a village near Bozano). Hopefullly he'll have a good flight, to approach the next tournpoint. Fortunately, the weather conditions are perfect.
X-Alps "Faux Pas"
In 2005, during the race, the bus was bathed in lavendel flavour, when half a liter of massage oil droped in the ventilation grille.
In 2005 again, Florian should have brought Michael his long cloths before launching. Athough Michael's location was near to Florian's, they couldn't meet because of a deep canyon between them. None of them had a map nearby, so Michael had to fly in shorts, brrr..cold!
Two days ago, Michaels backpack and paraglider were covered with yellow liquid, because of his Camelbak leaked in his stuff.
Current "faux pas", only for hardened fans :
To solve the urination problem during long flights, paragliders use "urinal condoms" - usually a clean business. Something was wrong with Michael's one yesterday (the tube was kinked). So he got this nice warm feeling, which turned quickly into a wet cold feeling, 2500m up, with about 5° temperature.
Florian probably remembers with regret the massage oil from 2005, while drying Michaels wet clothes in the bus.


















